Artikel Flexible Arbeitsmodelle: Herausforderungen meistern

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Rabea El-Salim Rabea El-Salim
Rabea El-Salim
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Traumhaft! In der Früh aufstehen, Kaffee oder Tee machen und direkt im Jogginganzug vor den Laptop setzen. Der Wegfall stressiger Pendlerzeiten und mehr Zeit für Familie, Freunde, Haustiere oder Hobbys scheint Beschäftigten eine ausgewogene Work-Life-Balance zu bieten. Viele haben die remote Arbeitsweise in den letzten zwei Jahren schätzen gelernt und würden auch in Zukunft gerne flexibler zwischen den Arbeitsorten wechseln. Als modernes und innovatives Unternehmen bieten wir unseren Mitarbeiter:innen daher die Flexibilität, von dort zu arbeiten, wo sie sich am produktivsten und wohlsten fühlen. Obwohl flexibles Arbeiten viele Freiheiten ermöglicht, bringt es auch einige große Herausforderungen mit sich. Die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben verschwimmen des Öfteren, wodurch es einigen Beschäftigten schwer fällt, neue Energie für den Alltag zu sammeln.

Wie lösen wir bei uns im Unternehmen die Herausforderungen flexibler Arbeitsmodelle? Hier erfahrt ihr unsere bisherigen Learnings zu folgenden Problemen:

  1. Burnout-Gefahr
    Mitarbeiter:innen, die mobil arbeiten, neigen dazu mehr zu arbeiten. Remote werden meist weniger Pausen als im Büro gemacht und der Laptop bleibt abends doch länger an. Chronische Erschöpfung, Selbstzweifel und Schlafprobleme häufen sich. Dies führt schnell zu einer Überlastung, die die Gesundheit und das Leistungsvermögen beeinträchtigen kann.

    Unser Tipp: Es ist sinnvoll Präventionsmaßnahmen vorzunehmen. Wir tracken hierfür z.B. die wirklichen Arbeitszeiten unserer Mitarbeiter:innen, um im Falle einer Überlastung direkt reagieren zu können. Natürlich unter der Voraussetzung, dass dies keine explizite Überprüfung ist, sondern lediglich bei der Identifizierung überlasteter Mitarbeiter:innen unterstützen soll.

  2. Chaos, Unklarheit und Verwirrung
    Unklare und unstrukturierte Prozesse wirken sich ebenfalls auf das Stresslevel der Mitarbeiter:innen in Form von Überforderung und Überlastung aus. Klare Prozesse und feste Zuständigkeiten sind in verteilten Teams notwendig, da meist nicht implizit gewisse Fragen und Probleme geklärt werden können. So können sich Teams nicht mehr tagtäglich physisch zusammensetzen und sich bei einer kleinen Kaffeepause über den aktuellen Aufgabenstand austauschen oder Fragen zur Nutzung bestimmter Tools stellen.

    Unser Tipp: Prozesse und Zuständigkeiten sollten dokumentieret und Kommunikationswege klar definiert werden. Wir haben hierfür ein virtuelles Handbook erstellt, auf das alle Mitarbeiter:innen jederzeit zugreifen können, um sich über alle unternehmensinternen Prozesse, Zuständigkeiten, Entscheidungen, Tools, Werte und die Unternehmenskultur zu informieren.

  3. Körperliche Beschwerden
    Mitarbeiter:innen, die größtenteils aus dem Homeoffice arbeiten, tendieren dazu sich weniger zu bewegen, sind müde und antriebslos. Insbesondere, da der Arbeitsweg wegfällt, weniger Pausen gemacht werden und der Weg vom Schlafzimmer an den Schreibtisch oder auf die Couch meist nicht besonders weit ist. Ein gesunder und ausgewogener Lebensstil wird schnell vernachlässigt. Fehlende ergonomische Arbeitsplätze oder generell die Möglichkeit, sich während der Arbeit zwischen Sitzen und Stehen abwechseln zu können, unterstützen das Auftreten körperlicher Beschwerden.

    Unser Tipp: Aktiv sein! Sport und Bewegung wirkt sich positiv auf den Körper und die Psyche aus. Um die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter:innen aus der Ferne gewährleisten zu können, unterstützen wir sie bei der Gesundheitsförderung und Prävention körperlicher Beschwerden mittels Firmenfitness. Mit einem weit ausgebauten Netzwerk an Sport-, Fitness- und Wellnesseinrichtungen können sich alle im Team in ihrer näheren Umgebung fit und gesund halten.

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